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Politik

vbw: Bayerns Dachdecker "ganz oben" mit dabei

von Harald Friedrich

8.12.2025

Lobbyarbeit ist ein fester Bestandteil der Demokratie und ein Beitrag zur Entscheidungsfindung. Lobbyismus ist also ganz und gar nicht „unmoralisch“ oder eine gezielte Beeinflussung von politischen Entscheidern, wie es oft dargestellt wird.

Die Lobbyarbeit dient dazu, den Interessen von Gruppen, Verbänden oder Branchen Gehör zu verschaffen, wenn es z. B. um weitreichende politische Entscheidungen geht.

Gerade das Dachdeckerhandwerk ist gefragt, wenn es um die Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Umweltentlastung und des Umweltschutzes geht.

Umso wichtiger ist es, dass nun auch Bayerns Dachdecker im Vorstand eines weiteren wichtigen Gremiums vertreten sind: in der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw).

Die vbw ist der Dachverband aller Wirtschaftsverbände in Bayern. Ihr gehören 164 Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände sowie weitere 52 Fördermitglieder an. Damit vertritt die vbw die Interessen von 4,8 Millionen Erwerbstätigen in Bayern in den unterschiedlichsten Branchen und Gewerken – von der Gastronomie über die Metallbranche und die Dienstleistungsbranche bis zur Autoindustrie und der Bauwirtschaft.

Diese Interessenvertretung erfolgt auf nationaler und internationaler Ebene.

Allein schon aufgrund ihrer Größe ist die vbw auch bundesweit von enormer Bedeutung und findet Beachtung bei Entscheidungsträgern. Selbstverständlich verfügt die vbw auch über die besten Kontakten zur Bayerischen Staatsregierung.

Nicht umsonst hat Ministerpräsident Dr. Markus Söder die vbw einmal als „die einzig gute NGO in Bayern“ bezeichnet.

Bei der Mitgliedschaft im Vorstand der vbw geht es Bayerns Dachdecker weniger um Fachregeln oder rein technische Fragen. Vielmehr will sich der LIV Bayern als Interessenvertretung der bayerischen Dachdeckerbetriebe hier einsetzen für eine möglichst unbürokratische Umsetzung von Gesetzen und Verordnungen, einen beschleunigten Bürokratie-Abbau im Bereich des Handwerks – gerade bei kleinen und mittelständischen Unternehmen. Zusätzlich soll in vielen Bereichen mehr Rechtssicherheit geschaffen und Abläufe optimiert werden. Gleichzeitig ist es das Ziel, neue Belastungen, wie sie z. B. durch neue Verordnungen entstehen, zu verringern und bestehende Belastungen abzubauen.

Die Palette der Themen, für die sich die vbw für ihre Mitglieder einsetzt, ist vielfältig. Sie reicht vom Steuerrecht über die Vergabepraxis bis zur praxisgerechten Abfallentsorgung. Gerade hier ist es auf Antrag des LIV Bayern zuletzt gelungen, die Bayerische Staatsregierung zu überzeugen, eine handwerksfreundlichere Haltung im Bundesrat zu vertreten.

Diese „Haltungskorrektur“ erfolgte übrigens über den Unternehmerverband des Bayerischen Handwerks e. V. (UBH), in dem praktisch alle Gewerke vertreten sind. Der UBH wiederum ist ein Teil des Bayerischen Handwerkstags, dem höchsten Verbindungsgremium zwischen den Handwerkskammern in Bayern und den bayerischen Unternehmensvertretern.

Auf Vorschlag  des UBH ist nunmehr Mario Kunzendorf als Landesinnungsmeister des Bayerischen Dachdeckerhandwerks in den Vorstand der vbw aufgenommen worden. Damit ist Bayerns Dachdeckerhandwerk zum ersten Mal in seiner Geschichte Mitglied in diesem Gremium. Hier werden regelmäßig die politischen Anliegen und Forderungen der bayerischen Wirtschaft diskutiert und über eine breiten Medienpalette ins Bewusstsein der Öffentlichkeit vermittelt. Jede Stimme ist hier gleichberechtigt. So hat der LIV Bayern erstmals die Möglichkeit, gemeinsam mit den großen Verbänden seiner Stimme für das Dachdeckerhandwerk Gehör zu verschaffen.

Weitere Bilder

Die Organisationsstruktur des bayerischen Handwerks. Quelle: Bayerischer Handwerkstag.
Die Organisationsstruktur des bayerischen Handwerks. Quelle: Bayerischer Handwerkstag.
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